Preisstrategie im Immobilienverkauf: Ankerpreis, Bieterverfahren und Timing richtig anwenden
Dez, 4 2025
Wie viel ist Ihre Immobilie wirklich wert? Die Antwort darauf bestimmt, ob Sie in drei Monaten verkaufen - oder nach zwei Jahren immer noch auf einen Käufer warten. Viele Verkäufer glauben, dass ein höherer Preis automatisch mehr Geld bedeutet. Doch die Realität sieht anders aus. Eine Immobilie, die zu teuer angeboten wird, lockt nicht mehr Käufer an - sie vertreibt sie. Die richtige Preisstrategie im Immobilienverkauf hat nichts mit Hoffnung zu tun. Sie basiert auf Daten, Psychologie und Timing. Und wer sie versteht, verdient deutlich mehr - und schneller.
Der Ankerpreis: Der erste Eindruck entscheidet
Der Ankerpreis ist der erste Preis, den ein Käufer sieht. Und er prägt alles, was danach kommt. Menschen orientieren sich an diesem ersten Wert, selbst wenn er unrealistisch ist. Das ist kein Zufall - das ist Psychologie. Die Forschung der Universität Hamburg aus dem Jahr 2021 zeigt: Ein Ankerpreis, der 5 bis 15 Prozent über dem tatsächlichen Marktwert liegt, aktiviert den Wettbewerbsgeist der Käufer. Sie denken: „Das ist teuer, aber vielleicht ist es trotzdem ein Schnäppchen.“ Doch hier liegt die Falle. Wer den Ankerpreis zu hoch ansetzt, riskiert, dass die Immobilie als „überhöht“ abgestempelt wird. Ein Fallbeispiel von SDM Real Estate aus dem Jahr 2020: Eine Wohnung mit einem Marktwert von 250.000 Euro wurde zuerst für 300.000 Euro angeboten. Nach 13 Monaten und zwei Preissenkungen wurde sie schließlich für 212.500 Euro verkauft. Das sind 37.500 Euro Verlust. Hätte der Verkäufer mit 260.000 Euro gestartet - also nur 4 Prozent über dem Marktwert -, wäre der Verkaufspreis bei 247.500 Euro gelegen. Mehr als 35.000 Euro mehr als bei der falschen Strategie. Die Lösung? Setzen Sie den Ankerpreis bei 103 bis 105 Prozent des ermittelten Marktwerts. Das ist der Goldstandard für 2025, wie Daten von Bergen Real Estate aus November 2023 belegen. In Top-Städten wie München, Berlin oder Frankfurt kann man bis zu 105 Prozent nutzen - besonders bei Eigentumswohnungen. Auf dem Land reicht oft schon 102 Prozent. Der Schlüssel: Der Preis muss realistisch wirken, aber noch Raum für Verhandlungen lassen. Kein 120-Prozent-Sprung. Kein „Ich will 40.000 Euro mehr als der Gutachter sagt“. Das schafft Misstrauen.Bieterverfahren: Wenn der Markt springt
Ein Bieterverfahren ist kein Spiel - es ist ein Werkzeug. Und es funktioniert nur unter einer Bedingung: Es müssen genug ernsthafte Interessenten da sein. Mindestens 15, laut Dein Immo Berater aus dem Jahr 2023. Wenn Sie 5 Interessenten haben, ist ein Bieterverfahren ein Risiko. Wenn Sie 20 haben, ist es fast eine Garantie für einen höheren Preis. Wie es funktioniert: Sie setzen einen attraktiven Startpreis - oft leicht unter dem Marktwert - und laden alle Interessenten ein, schriftlich zu bieten. Die Regeln sind klar: Mindestens 14 Tage Vorlauf, schriftliche Bietervereinbarung, transparenter Mindestpreis. Keine Geheimnisse. Keine Nachverhandlungen. Die Bieter wissen: Wer das höchste Gebot abgibt, kriegt die Immobilie. Keine Verhandlungsspiele, keine Verzögerung. Das Ergebnis? Durchschnittlich 4,2 Prozent mehr als der Marktwert, wie Teammakler 2023 nachwies. Ein Beispiel aus München: Eine Eigentumswohnung startete bei 720.000 Euro. 17 Interessenten boten. Am Ende wurde sie für 752.000 Euro verkauft. Ein Aufschlag von 4,4 Prozent - rein durch Wettbewerb. Aber: Nicht überall funktioniert das. Der IVD berichtet, dass in 22 Prozent der Bieterverfahren in Berlin 2022 der Mindestpreis unterschritten wurde - weil zu wenige Interessenten da waren. Und 38 Prozent der Käufer vertrauten dem Verfahren nicht mehr, weil sie es als „kalt“ oder „manipulativ“ empfanden. Bieterverfahren sind kein Allheilmittel. Sie sind ein Spezialwerkzeug - für den richtigen Markt, mit der richtigen Immobilie, zur richtigen Zeit.Timing: Der entscheidende Moment
Es gibt einen Moment, in dem der Preis am meisten zählt: Der Verkaufsstart. Und es gibt einen Moment, in dem er am meisten schadet: Die erste Preissenkung. Viele Verkäufer machen den Fehler: Sie setzen einen hohen Preis, warten sechs Monate, sehen, dass nichts passiert, und senken den Preis abrupt - von 420.000 auf 380.000 Euro. Was sagt das dem Markt? „Da ist etwas falsch.“ „Die Immobilie ist problematisch.“ „Der Verkäufer ist verzweifelt.“ Die bessere Strategie? Starten Sie mit 105 Prozent des Marktwerts. Wenn nach 4 bis 6 Wochen keine seriösen Angebote kommen, senken Sie den Preis um 2 bis 3 Prozent - nicht 10. Und das nicht einfach so. Sondern nach einer Besichtigungsrunde. Nachdem Sie gesehen haben, warum die Leute nicht bieten. Vielleicht ist die Küche zu klein. Vielleicht fehlt die Parkplatzsituation. Dann passen Sie den Preis an - und kommunizieren das klar: „Aufgrund der hohen Nachfrage und der vielen Besichtigungen haben wir den Preis leicht angepasst.“ Das ist kein Zeichen der Schwäche. Das ist professionell. SDM Real Estate hat beobachtet: Verkäufer, die so vorgehen, verkaufen 32 Tage schneller als jene, die warten, bis der Markt sie zwingt, zu senken. Und sie erzielen im Schnitt 7,8 Prozent höhere Erlöse, wie Bergen Real Estate 2022 belegt.
Die drei Strategien im Vergleich
| Strategie | Ankerpreis | Vermarktungsdauer | Verkaufserlös | Beste für |
|---|---|---|---|---|
| Marktgerecht | 100 % Marktwert | Kurz (durchschnittlich 78 Tage) | Nahe am Marktwert | Alle, die schnell verkaufen wollen |
| Hochpreis | 105-115 % Marktwert | Lange (120-180 Tage) | Hoch, wenn es klappt - sonst sehr niedrig | Top-Lagen in Großstädten, hohe Nachfrage |
| Niedrigpreis | 93-97 % Marktwert | Sehr kurz (unter 60 Tage) | Höher als Marktwert, durch Bieterwettbewerb | Bieterverfahren, starke Nachfrage, schneller Verkauf |
Die Daten sprechen eine klare Sprache: Wer den Ankerpreis zu hoch ansetzt, verliert Geld. Wer ihn zu niedrig ansetzt, verliert Chancen. Die optimale Strategie liegt genau dazwischen - und nutzt den Markt, nicht den Emotionen.
Was funktioniert heute - und was nicht?
2025 ist kein Jahr, in dem man einfach „seinen Preis“ durchsetzt. Der Markt hat sich verändert. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern ist im Vergleich zu 2022 um fast 19 Prozent zurückgegangen, wie der Hypoport-Immobilienmarktbericht zeigt. In ländlichen Regionen reicht eine Überhöhung von 5 Prozent oft nicht mehr aus. In München oder Frankfurt hingegen funktioniert eine 10-prozentige Überhöhung bei Eigentumswohnungen noch in 65 Prozent der Fälle. Was bedeutet das? Sie müssen Ihre Strategie an den Ort und den Immobilientyp anpassen. Eine Altbauwohnung in einer Sanierungszone? Da hilft kein Hochpreis. Da braucht es einen marktgerechten Preis - und eine klare Kommunikation über die Sanierungspläne. Eine moderne Eigentumswohnung in der Maxvorstadt? Da kann ein Bieterverfahren mit leicht unterschrittenem Startpreis einen 5-prozentigen Gewinn bringen. Und die Digitalisierung macht es einfacher. ImmobilienScout24 hat im September 2023 eine KI-gestützte Preisempfehlung eingeführt, die auf 127 Parametern basiert - von der Dachneigung bis zur Entfernung zur nächsten U-Bahn-Station. Die Trefferquote: 92,4 Prozent. Das heißt: Sie brauchen keinen Experten, der Ihnen einen Preis nennt. Sie brauchen nur die richtigen Daten.
Was Sie jetzt tun müssen
1. Erhalten Sie eine neutrale Bewertung. Nutzen Sie die kostenlose Bewertung von ImmobilienScout24 oder die Datenbank des Gutachterausschusses - beide liefern aktuelle Vergleichspreise für 98 Prozent der deutschen Gemeinden. 2. Bestimmen Sie Ihren Standort-Typ. Sind Sie in einer Top-Lage? Dann können Sie bis zu 105 Prozent ansetzen. Sind Sie in einer durchschnittlichen oder schwachen Lage? Dann bleiben Sie bei 100-103 Prozent. 3. Entscheiden Sie: Bieterverfahren oder nicht? Haben Sie mindestens 15 ernsthafte Interessenten? Dann nutzen Sie es. Sonst nicht. 4. Setzen Sie den Ankerpreis. 103-105 Prozent des Marktwerts. Punkt. 5. Warten Sie 4-6 Wochen. Keine Preissenkung vorher. Wenn kein Angebot kommt, senken Sie um 2-3 Prozent - und sagen Sie warum. 6. Vermeiden Sie abrupte Preissenkungen. Sie signalisieren Panik. Und das schreckt Käufer ab.Die meisten Verkäufer denken: „Ich will mehr Geld.“ Aber die erfolgreichsten Verkäufer denken: „Ich will den richtigen Preis finden.“ Und dann warten sie, bis der Markt ihn zahlt.
Wie hoch sollte der Ankerpreis wirklich sein?
Der optimale Ankerpreis liegt bei 103 bis 105 Prozent des ermittelten Marktwerts. In Top-Lagen wie München, Berlin oder Frankfurt kann man bis zu 110 Prozent nutzen - aber nur, wenn die Nachfrage hoch ist. In ländlichen Regionen oder bei sanierungsbedürftigen Objekten reichen 100 bis 103 Prozent. Ein Preis über 110 Prozent erhöht das Risiko, dass die Immobilie als „überhöht“ abgelehnt wird - und dann schwerer zu verkaufen ist.
Ist ein Bieterverfahren immer sinnvoll?
Nein. Ein Bieterverfahren funktioniert nur, wenn mindestens 15 ernsthafte Interessenten vorhanden sind. Bei weniger als 10 Interessenten steigt das Risiko, dass der Verkauf unter dem Mindestpreis landet. Der IVD berichtet, dass in 22 Prozent der Bieterverfahren in Berlin 2022 genau das passiert ist. Außerdem vertrauen 38 Prozent der Käufer diesem Verfahren nicht - sie fühlen sich ausgeschlossen. Nutzen Sie es nur, wenn Sie echte Konkurrenz erwarten.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um eine Immobilie zum Verkauf anzubieten?
Der beste Zeitpunkt ist im Frühjahr (März bis Mai) und im Herbst (September bis November). Dann ist die Nachfrage am höchsten - und Käufer haben mehr Geld zur Verfügung. Vermeiden Sie den Sommer (Juli/August) und die Weihnachtszeit. In diesen Monaten sind die meisten Käufer abwesend. Auch die aktuelle Marktlage spricht für einen Verkaufsstart bis Ende März 2025: Die Vermarktungsdauer für Einfamilienhäuser ist auf 142 Tage gestiegen - je früher Sie starten, desto besser.
Was passiert, wenn ich meinen Preis zu lange halte?
Wenn Sie Ihren Preis zu lange halten, ohne dass Interessenten bieten, wird die Immobilie als „nicht verkaufbar“ abgestempelt. Käufer vermuten, dass etwas mit der Wohnung nicht stimmt - obwohl alles in Ordnung ist. Die Vermarktungsdauer verlängert sich dramatisch. Ein Fallbeispiel: Eine Immobilie mit einem Marktwert von 250.000 Euro, die für 300.000 Euro angeboten wurde, wurde nach 13 Monaten für nur 212.500 Euro verkauft - ein Verlust von 37.500 Euro. Das ist kein Einzelfall. Es ist die Regel, wenn man auf Emotionen statt auf Daten setzt.
Wie oft sollte ich den Preis senken?
Nur einmal - und nur nach 4 bis 6 Wochen ohne Angebot. Dann eine Senkung von 2 bis 3 Prozent. Nie mehr als 5 Prozent auf einmal. Und niemals während laufender Verhandlungen. Eine Preissenkung sollte immer nach einer Besichtigungsrunde erfolgen - und mit einer klaren Begründung: „Aufgrund der hohen Nachfrage haben wir den Preis leicht angepasst.“ So wirkt es nicht wie Panik, sondern wie Reaktion auf den Markt.
Heidi Gremillion
Dezember 4, 2025 AT 15:49Ich verstehe, dass man Daten braucht, aber irgendwie fühlt sich das alles an wie ein Algorithmus, der menschliche Entscheidungen ausklammert. Was ist mit dem Gefühl? Mit dem Bauchgefühl? Wenn ich eine Wohnung liebe, weil das Licht um 16 Uhr genau so fällt wie in meiner Kindheit – zählt das dann nicht? Die ganze Welt wird zu einer Excel-Tabelle reduziert, und wir vergessen, dass Häuser nicht nur Investitionen sind, sondern Heimat. Wo bleibt da die Seele?
Stephan Reinhard
Dezember 5, 2025 AT 06:25„103–105 Prozent“ – das ist doch Blödsinn. Wer sagt das? Wer hat das gemessen? Sie zitieren „Bergen Real Estate“ – aber gibt es das überhaupt? Ich hab’s bei Google nicht gefunden. Und „SDM Real Estate“? Das ist doch ein Fake-Unternehmen, das nur in diesen Blogposts existiert. Das ist keine Forschung, das ist Marketing-PSYCHOLOGIE-PR-Scheiße. Und dann noch „KI-gestützte Preisempfehlung“ mit 127 Parametern? Ach ja, klar – die KI kennt die Dachneigung, aber nicht, dass der Nachbar jeden Samstag um 10 Uhr mit seinem Motorrad rumknallt. Das ist kein Data-Driven, das ist Data-Delusion.
Niamh Trihy
Dezember 6, 2025 AT 09:28While the article presents a compelling framework grounded in empirical data, I find myself questioning the generalizability of these strategies across the diverse regional markets of Germany. For instance, the assumption that a 105% anchor price is optimal in Munich may not hold true in municipalities where liquidity is constrained and buyer confidence has been eroded by macroeconomic uncertainty. Furthermore, the reliance on proprietary datasets from entities such as Bergen Real Estate raises concerns regarding transparency and reproducibility. A more rigorous methodology would involve cross-referencing these claims with publicly accessible data from the Gutachterausschuss or the Immobilienatlas. Without such validation, the recommendations risk appearing as prescriptive rather than descriptive.
cornelius murimi
Dezember 6, 2025 AT 15:24105%? Pfff. Das ist doch nur die neue Version von „Kaufe mein Haus, sonst kommt der Staat und nimmt es dir“. Wer hat das erfunden? Die Banken? Die Makler? Die Regierung? Irgendwer hat das erfunden, damit wir alle mehr zahlen. Und jetzt wird uns erzählt, dass das „Psychologie“ ist? Nein, das ist Manipulation. Und diese KI-Tools? Die lernen doch nur, wie man uns besser ausnimmt. Die haben doch schon gelernt, dass wir auf „limitierte Zeitangebote“ reinfallen. Und jetzt soll ich glauben, dass die KI mir sagt, wie viel ich für mein Zuhause zahlen soll? Ich glaube nicht an KI. Ich glaube an meine Oma, die sagte: „Wenn du es nicht spürst, kauf es nicht.“
Stefan Rothaug
Dezember 8, 2025 AT 07:02Was hier dargelegt wird, ist keine bloße Preisstrategie – es ist eine philosophische Anleitung zum Umgang mit Angst, Gier und dem menschlichen Bedürfnis nach Kontrolle. Die Immobilie wird zum Spiegel unserer inneren Unsicherheit: Wir setzen hohe Preise, weil wir uns selbst nicht wertvoll genug fühlen. Wir verzögern den Verkauf, weil wir uns nicht trauen, loszulassen. Und dann wundern wir uns, dass der Markt uns nicht versteht. Diese Daten sind kein Rezept – sie sind eine Einladung, ehrlich mit sich selbst zu sein. Wer den Ankerpreis als psychologisches Werkzeug versteht, der erkennt: Es geht nicht um den Preis. Es geht um die Würde. Und die lässt sich nicht in Euro messen – aber sie lässt sich in Respekt und Klarheit ausdrücken.
Heidi Floyd
Dezember 9, 2025 AT 23:08Ich hab’s genau so gemacht! 😊 Meine Wohnung war 280k wert, hab 287k draufgesetzt, 5 Wochen gewartet, dann um 2% runter – und innerhalb von 10 Tagen war’s verkauft! 😍 Keine Panik, kein Drama, nur klare Kommunikation. Die Käufer waren total happy, dass es nicht „überhöht“ war. Und ich hab 5k mehr rausgeholt als gedacht! 👏👏
Angela Westbrook
Dezember 10, 2025 AT 21:29WAS? 105%? Das ist doch Wahnsinn! Ich hab meine Wohnung für 102% angeboten – und nach 2 Wochen 3 ernsthafte Gebote! Kein Bieterverfahren, kein Stress – einfach nur realistisch. Und dann kommt jemand und sagt, man muss 105% nehmen, sonst ist man ein Idiot? Nein, Freunde. Die Realität ist: Wer zu viel verlangt, kriegt nichts. Punkt. Ich hab 12 Leute kommen sehen, die nur guckten, weil der Preis absurd war. Ihr macht euch selbst das Leben schwer. Einfach realistisch. Einfach fair. Einfach menschlich.
conor mckernan
Dezember 11, 2025 AT 17:54Hey, das ist echt gut zusammengefasst – danke für die klaren Zahlen! Ich hab letztes Jahr meine Wohnung verkauft und hab’s genau so gemacht: 104% als Start, 6 Wochen gewartet, dann 2% runter – und boom, Angebot. Ich hab auch gedacht, ich muss mehr verlangen, weil „das ist mein Zuhause“. Aber der Markt hat mich zurückgepfiffen. Jetzt weiß ich: Es geht nicht ums Gefühl. Es geht ums Timing. Und wenn du das richtige Timing hast, kriegst du sogar mehr als du denkst. 👍
Stephan Viaene
Dezember 13, 2025 AT 04:54Interessant! Aber hast du auch Daten, wie sich das in Städten mit Mietpreisbremse verhält? Oder bei Eigentumswohnungen mit Sanierungsstau? Weil bei uns in Brüssel ist der Markt total anders – da zählt der Preis weniger als die Renovierungsplanung. Vielleicht ein Nachtrag? 😊
Lea Relja
Dezember 14, 2025 AT 06:22OH MEIN GOTT, WIE VIEL BLÖDSINN! 105%?! Das ist doch eine LüGE! Ich hab’s selbst erlebt – meine Schwester hat 310.000 gefordert für ne 250k-Wohnung – und jetzt sitzt sie noch da, hat 27 Besichtigungen, aber KEINEN KÄUFER! Und die schreiben alle: „Zu teuer, zu viel Drama“. Und dann kommt so ein Artikel und sagt: „Das ist Psychologie!“ – NEIN! Das ist VERANTWORTUNGSLOSIGKEIT! Wer so was empfiehlt, sollte keine Immobilien mehr verkaufen! Und KI?! Die weiß doch nicht, ob die Nachbarn ein Rattenproblem haben! DAS IST GEFÄHRLICH! 😡
Kristin Borden
Dezember 14, 2025 AT 14:39Das ist wirklich hilfreich – besonders für Leute, die zum ersten Mal verkaufen. Ich hab vor einem Jahr meiner Nachbarin geholfen, und wir haben genau so vorgegangen: 103%, 6 Wochen warten, dann sanft runter. Sie war total gestresst, aber am Ende hat sie sich gefreut – und war sogar stolz, dass sie ruhig geblieben ist. Du hast recht: Es geht nicht ums Maximum. Es geht ums Richtige. Und das fühlt sich anders an. 💛
Dries De Schepper
Dezember 15, 2025 AT 17:17Das ist doch alles Bullshit! Ich hab 3 Häuser verkauft – und jedes Mal hat der erste Käufer geboten, ohne dass ich was gemacht hab! Kein Bieterverfahren, kein Ankerpreis, kein Timing – einfach nur Glück! Und jetzt erzählt ihr uns, wir müssen alles berechnen wie ein Roboter? Wer braucht das? Ich hab meinen Preis gesagt, und wenn keiner kauft – dann bleibt er halt. Ich hab Zeit. Ich hab Geld. Und ich hab keine Lust, mich von Maklern und KI-Bullshit bevormunden zu lassen. Die Welt ist nicht so kompliziert, wie ihr sie macht!
Rick Bauer
Dezember 15, 2025 AT 21:41Ich finde es traurig, dass wir jetzt alles berechnen müssen. Früher hat man einfach vertraut – auf den Markt, auf den Makler, auf das Herz. Heute ist alles eine Kalkulation. Eine Maschine. Eine Excel-Tabelle. Und wir haben vergessen, dass Häuser nicht nur Steine und Mörtel sind. Sie sind Erinnerungen. Sie sind Träume. Und wenn man sie nur als Investition sieht – dann verliert man etwas Wesentliches. Vielleicht ist der Verlust von 37.500 Euro nicht nur Geld. Vielleicht ist es der Preis dafür, dass wir unsere Menschlichkeit verkauft haben.
Patrick Sargent
Dezember 15, 2025 AT 21:52105%? Lol. Ich hab ne Wohnung in Berlin für 115% angeboten – und nach 18 Monaten für 180k verkauft. Der Marktwert war 230k. Ich hab 50k verloren. Und jetzt kommt jemand und sagt, das ist „Psychologie“? Nein, das ist Dummheit. Und diese ganzen Zitate – wer sind das überhaupt? Wer hat das bezahlt? Wer profitiert davon? Ich glaube nicht an Daten. Ich glaube an die Leute, die am Ende das Geld kriegen. Und die sind nicht die Verkäufer. Die sind die Makler. Und die KI. Und die Banken. Ich sag’s euch: Die ganze Geschichte ist ein Spiel. Und wir sind die Figuren.
Patrick Cher
Dezember 17, 2025 AT 16:15Wie erstaunlich, dass man in 2025 immer noch glaubt, dass „Daten“ objektiv sind. Wer hat diese Daten gesammelt? Wer hat sie interpretiert? Wer hat sie finanziert? Die Maklerverbände? Die Immobilienplattformen? Die gleichen, die dir sagen, wie viel dein Zuhause wert ist – und dann 5% Provision kassieren? Die „KI“ ist ein Algorithmus, der darauf trainiert wurde, Verkäufer zu manipulieren. Und du fällst drauf rein? Du bist kein Investor. Du bist ein Konsument. Und das hier? Das ist Werbung. Mit Statistiken. Und du glaubst dran. Herzlichen Glückwunsch.
Gunvor Bakke Kvinlog
Dezember 18, 2025 AT 12:35Ich habe lange darüber nachgedacht, was hier wirklich zählt. Es ist nicht der Preis. Es ist nicht die Strategie. Es ist die Ehrlichkeit. Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. Ehrlichkeit gegenüber dem Markt. Ehrlichkeit gegenüber dem, was man wirklich braucht – nicht was man sich wünscht. Wenn wir lernen, den Wert nicht nur in Euro zu sehen, sondern auch in Zeit, Ruhe und Frieden, dann wird der Verkauf nicht zum Kampf. Dann wird er zur Verabschiedung. Und vielleicht ist das der echte Ankerpreis: die Bereitschaft, loszulassen.
Adrienne Seitz
Dezember 20, 2025 AT 03:17Ich finde es spannend, wie viel Emotionen hier in Daten versteckt sind. Die meisten von uns wollen nicht nur Geld – sie wollen Sicherheit. Anerkennung. Bestätigung. Wenn ich meinen Preis zu hoch setze, dann nicht, weil ich reich werden will. Sondern weil ich Angst habe, dass niemand meinen Wert sieht. Und wenn ich zu niedrig verkaufe, dann nicht, weil ich klug bin – sondern weil ich glaube, ich bin es nicht wert. Die Strategien hier sind gut. Aber sie wären noch besser, wenn sie auch die Seele des Verkäufers berücksichtigen würden.