Zinsentwicklung 2025: So wirkt sich die Zinslage auf Ihren Sanierungskredit aus
Jan, 25 2026
Im Jahr 2025 ist der Sanierungskredit für viele Hausbesitzer in Deutschland kein Luxus mehr - er ist eine Notwendigkeit. Mehr als die Hälfte aller Wohngebäude im Land braucht energetische Renovierungen, um den Klimazielen zu entsprechen. Doch während die Bauzinsen stabil bleiben, steigen die Kosten für Sanierungskredite leicht an. Wer jetzt plant, muss wissen: Der Zins für eine Modernisierung ist nicht der Zins für ein neues Haus. Und das macht den Unterschied.
Warum Sanierungskredite teurer sind als Bauzinsen
Ein klassisches Immobiliendarlehen für ein neues Haus liegt 2025 bei durchschnittlich 3,6 % Effektivzins für eine 10-jährige Zinsbindung. Ein Sanierungskredit dagegen kostet zwischen 4,5 % und 6,5 %. Warum? Weil Banken bei Sanierungskrediten weniger Sicherheit haben. Bei einem Neubau wird die Immobilie als Sicherheit verwendet - oft mit einer Beleihungsgrenze von bis zu 80 %. Bei einer Sanierung hingegen bleibt die Immobilie bestehend, und die Bank hat keinen neuen Wert, der sich direkt erhöht. Das Risiko ist höher, die Zinsen auch.Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins seit 2022 von 0 % auf 2,65 % angehoben. Doch während die Bauzinsen sich an den Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen orientieren, sind Sanierungskredite weniger an diese Marktdaten gebunden. Sie reagieren stärker auf die Bonität des Kreditnehmers und die Art der Sanierung. Das bedeutet: Selbst wenn die allgemeinen Zinsen stabil bleiben, können Ihre Kosten für eine Dachdämmung oder eine neue Heizung steigen.
Wer bietet die günstigsten Konditionen?
Nicht alle Banken sind gleich. Online-Banken wie ING und DKB haben sich auf Sanierungskredite spezialisiert. Beide bieten einen bonitätsunabhängigen Effektivzins von 5,79 % für Kredite zwischen 5.000 und 50.000 Euro - ohne Grundbucheintrag. Wer mehr als 40.000 Euro braucht, bekommt bei ING zusätzlich 0,20 % Zinsrabatt. Das macht den Kredit für größere Projekte attraktiver.Sparkassen hingegen sind stärker im Bereich staatlich geförderter Sanierungen unterwegs. Ihre Zinsen liegen zwischen 4,59 % und 6,37 %, oft mit besseren Konditionen, wenn Sie die KfW-Förderung nutzen. Volksbanken und Raiffeisenbanken verlangen meist 5,5 % bis 7,5 %, während Großbanken wie Deutsche Bank oder Commerzbank bis zu 8,0 % verlangen. Der Markt ist also stark fragmentiert - und das ist ein Vorteil für Sie.
Ein wichtiger Tipp: Wenn Sie bei Verivox, Check24 oder Smava nach einem Sanierungskredit suchen, geben Sie als Verwendungszweck explizit „energetische Sanierung“ an. Eine Analyse von über 8.400 Kreditverträgen zeigt: Das senkt den Effektivzins im Durchschnitt um 0,45 Prozentpunkte. Wer „Modernisierung“ angibt, zahlt weniger als wer nur „Renovierung“ schreibt.
Die Rolle der Bonität - Schufa-Score zählt
Ihre Bonität ist entscheidend. Ein Schufa-Score über 950 Punkte führt durchschnittlich zu einer Zinssenkung von 0,83 Prozentpunkten. Das kann bei einem 30.000-Euro-Kredit über zehn Jahre mehr als 1.500 Euro sparen. Wenn Sie Ihre Bonität verbessern wollen, zahlen Sie alle Rechnungen pünktlich, vermeiden Sie offene Ratenkredite und prüfen Sie Ihre Schufa-Auskunft vor der Antragstellung. Ein kleiner Fehler kann teuer werden.Online-Banken wie DKB haben vereinfachte Antragsverfahren - oft mit digitaler Identitätsprüfung und automatisierter Bonitätsprüfung. Die Bearbeitungszeit liegt bei durchschnittlich 3,2 Werktagen. Bei Sparkassen dauert es dagegen fast zwei Wochen, im Schnitt 14,7 Tage. Wenn Sie schnell Geld brauchen, ist die Online-Bank die bessere Wahl.
Staatliche Förderung: Die unsichtbare Zinssenkung
Die größte Zinssenkung bekommen Sie nicht von der Bank - sondern vom Staat. Die KfW fördert energetische Sanierungen mit Tilgungszuschüssen von bis zu 90.000 Euro pro Vorhaben. Das ist kein Zinsrabatt - das ist Geld, das Sie nicht zurückzahlen müssen. Aber: Sie müssen die Förderung vor Baubeginn beantragen. Viele Hausbesitzer verpassen das, weil sie denken, sie könnten nachträglich etwas holen. Das geht nicht.Die Beantragung ist kompliziert. 78 % der Nutzer auf finanzfrage.net berichten, dass die KfW-Förderung mehr als drei Wochen dauert. Dokumente wie Energieausweise, Angebotsscheine und Bauanträge müssen genau zusammenpassen. Es lohnt sich, einen Energieberater hinzuzuziehen - selbst wenn es 300 bis 500 Euro kostet. Der spart Ihnen oft mehr als 10.000 Euro an verpasster Förderung.
65 % der Nutzer auf Trustpilot sagen: Die Kombination aus günstigem Sanierungskredit und KfW-Förderung reduziert ihre Gesamtkosten um mehr als 30 %. Ein Beispiel: Ein 50.000-Euro-Kredit mit 5,8 % Zins plus 40.000 Euro KfW-Zuschuss - das ist nicht nur ein Kredit, das ist eine Finanzierung mit fast 80 % staatlicher Unterstützung.
Prognose 2025: Steigen die Zinsen noch?
Die EZB hat den Leitzins seit Oktober 2025 nicht mehr verändert - er bleibt bei 2,65 %. Das signalisiert Stabilität. Experten wie der Dr. Klein Expertenrat erwarten, dass die Bauzinsen bis Ende 2025 zwischen 3,2 % und 3,4 % liegen werden. Sanierungskredite dagegen werden leicht steigen: Von 5,87 % im Oktober auf voraussichtlich 5,5 % bis 6,0 % bis Dezember. Das ist kein großer Sprung - aber es ist ein Trend.Die Differenz zwischen Bauzinsen und Sanierungskrediten hat sich 2025 auf durchschnittlich 2,2 Prozentpunkte vergrößert - nach nur 1,8 Prozentpunkten im Jahr 2024. Das bedeutet: Die Kluft wird größer. Wer jetzt spart, zahlt später weniger. Wer warten will, riskiert, dass die Zinsen noch etwas anziehen.
Sparkassen prognostizieren eine weitere leichte Zunahme der Sanierungskreditzinsen um 0,3 Prozentpunkte bis Jahresende. Die Bauzinsen bleiben stabil - dank einer Inflation von 2,1 % im Oktober 2025. Das ist kein Anlass für eine Zinssenkung, aber auch kein Grund für eine weitere Erhöhung. Das neue Normal ist: Zinsen mit einer 2 vor dem Komma sind Geschichte. Aber 3,5 % für Bauzinsen und 6 % für Sanierungen sind heute Realität.
Was Sie jetzt tun müssen
1. Prüfen Sie Ihre Sanierungsziele: Was genau wollen Sie sanieren? Dach, Fenster, Heizung? Jede Maßnahme hat andere Fördermöglichkeiten. 2. Berechnen Sie die Förderung: Nutzen Sie den KfW-Förderrechner online. Ermitteln Sie, wie viel Sie maximal bekommen können. 3. Vergleichen Sie Anbieter: Nutzen Sie Verivox oder Check24 - aber geben Sie „energetische Sanierung“ als Verwendungszweck ein. 4. Prüfen Sie Ihre Bonität: Holen Sie Ihre Schufa-Auskunft. Falls nötig, verbessern Sie sie vor der Antragstellung. 5. Wählen Sie den richtigen Anbieter: Online-Banken für schnelle, unbürokratische Kredite. Sparkassen für Kombination mit Förderung. 6. Beantragen Sie die Förderung vor dem Baubeginn: Das ist der entscheidende Schritt. Keine Ausnahme.Im Jahr 2025 ist es nicht mehr möglich, mit dem Argument „ich warte auf bessere Zinsen“ zu rechtfertigen, dass man nichts tut. Die Zinsen sind nicht niedrig - aber sie sind berechenbar. Und mit der richtigen Strategie können Sie eine Sanierung finanzieren, die Ihnen nicht nur ein wärmeres Zuhause, sondern auch langfristig Geld spart.
Kann ich einen Sanierungskredit auch ohne Eigenkapital bekommen?
Ja, das ist möglich. Viele Sanierungskredite sind unbesichert und erfordern keinen Grundbucheintrag. Online-Banken wie ING und DKB gewähren Kredite bis 50.000 Euro ohne Eigenkapital, solange Ihre Bonität stimmt. Allerdings: Je weniger Eigenkapital Sie einbringen, desto höher ist der Zins. Ein Eigenkapitalanteil von 10-20 % senkt die Zinskosten spürbar.
Welche Sanierungsmaßnahmen werden von der KfW besonders gefördert?
Die KfW fördert vor allem Maßnahmen, die den Energieverbrauch deutlich senken: Dämmung von Dach, Wänden und Keller, Austausch von Heizungen auf Wärmepumpen oder Holzpellets, Einbau von energieeffizienten Fenstern und die Installation von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Auch die Kombination mehrerer Maßnahmen (z. B. Dachdämmung + Heizungsumstellung) wird mit höheren Zuschüssen belohnt - bis zu 90.000 Euro pro Vorhaben.
Wie lange gilt die KfW-Förderung?
Die Förderprogramme KfW 151 und 152 laufen mindestens bis Ende 2026, vorausgesetzt, das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz verlängert sie nicht. Die Förderhöhe kann sich jedoch ändern - etwa wenn die Fördermittel knapp werden. Deshalb: Beantragen Sie so früh wie möglich. Die Regel gilt: Je früher Sie die Förderung beantragen, desto sicherer ist der Zuschuss.
Kann ich einen Sanierungskredit mit einem Baukredit kombinieren?
Ja, das ist möglich - aber nur, wenn Sie eine umfassende Modernisierung planen, die auch den Wohnwert erhöht. Einige Banken bieten sogenannte „Sanierungs-Darlehen“ an, die Teil eines Baukredits sind. Allerdings: Diese Kredite sind oft teurer als reine Sanierungskredite. Prüfen Sie immer, ob ein separater Sanierungskredit mit KfW-Förderung günstiger ist.
Was passiert, wenn ich die Sanierung nicht fertigstelle?
Wenn Sie die Sanierung nicht wie beantragt durchführen, kann die KfW den Zuschuss zurückfordern. Die Förderung ist an konkrete Maßnahmen gebunden - etwa an die Installation einer Wärmepumpe oder die Dämmung einer Außenwand. Wenn Sie die Arbeiten abbrechen oder durch andere Maßnahmen ersetzen, müssen Sie die Förderung zurückzahlen. Deshalb: Planen Sie realistisch und halten Sie sich an die genehmigten Maßnahmen.
Seka Bay
Januar 26, 2026 AT 11:13Wir bauen nicht mehr, wir reparieren nur noch. Und das ist die wahre Nachhaltigkeit.
Kein Luxus. Kein Trend. Eine Pflicht.
Die Zukunft hat keine Zeit für Warten.
Hedda Davidsen
Januar 26, 2026 AT 23:53Na klar, 6,5 % Zins für Sanierung – und wer bezahlt das? Die Leute, die nicht mal eine neue Waschmaschine kaufen können.
Die Banken machen Profit aus der Klimakrise. Genial.
Riplex Wichmann
Januar 28, 2026 AT 22:10Deutschland verliert den Verstand. Wir sollen Häuser sanieren, aber wer zahlt? Die Steuerzahler? Nein, die Leute, die schon genug abkassieren.
Und jetzt soll ich noch einen Kredit aufnehmen, damit die EU ihre Ziele erreicht? Nie.
Kane Hogan
Januar 29, 2026 AT 23:38While the article presents a comprehensive overview of the structural disparities between construction loans and renovation credits, it is imperative to underscore the critical role of institutional transparency.
For non-native German speakers navigating this landscape, the lack of standardized terminology across financial institutions remains a significant barrier to equitable access.
Further research into linguistic standardization in financial product labeling could yield measurable improvements in consumer decision-making efficiency.
Ingeborg Kazensmelt
Januar 30, 2026 AT 20:56Wichtig: Nicht nur die Zinsen, sondern auch die Förderbedingungen! Die KfW-Förderung ist nicht „nur“ ein Zuschuss – sie ist ein finanzieller Hebel, der oft übersehen wird.
Bitte prüfen Sie immer zuerst: Welche Maßnahme genau? Welche KfW-Nummer? Welcher Energieberater? Es gibt keine „Standardanträge“!
Und: Der Antrag muss vor dem ersten Handwerkertermin eingereicht werden – nicht danach, nicht am Ende, nicht „wenn ich Zeit habe“.
Ich habe schon zu viele Leute gesehen, die 20.000 Euro verpasst haben, nur weil sie dachten, „das läuft schon irgendwie“.
Ein Energieberater kostet 400 Euro – spart aber 10.000. Das ist kein Aufwand, das ist eine Investition.
Und: Verwenden Sie immer „energetische Sanierung“ als Verwendungszweck – nicht „Renovierung“ oder „Modernisierung“. Das ist kein Detail, das ist der Schlüssel.
Check24 und Verivox sind gut – aber nur, wenn Sie die richtigen Filter nutzen. Nicht nur Zins, auch Nebenkosten, Laufzeit, Bonitätsprüfung.
Und: Schufa prüfen? Ja. Vorher. Nicht nachdem der Kredit abgelehnt wurde.
Ein Score unter 900? Dann arbeiten Sie daran – pünktlich zahlen, keine offenen Raten, keine Kreditkartenüberziehung.
Das ist kein „Finanz-Geheimnis“, das ist Haushaltsdisziplin. Und die zahlt sich aus.
Ernst Hörburger
Februar 1, 2026 AT 12:58Ich hab vor drei Jahren mein Dach gedämmt – mit KfW, mit DKB-Kredit, ohne Eigenkapital.
Es hat funktioniert.
Kein Drama. Kein Stress.
Nur: Ich habe alles vorher gelesen. Und einen Energieberater genommen.
Der hat mir gesagt, dass ich die Fenster erst nächstes Jahr austauschen muss – nicht jetzt.
Das hat mir 8.000 Euro gespart.
Wer denkt, Sanierung ist nur Geld ausgeben – der versteht nichts.
Sanierung ist strategisch denken.
Und wenn du nicht weißt, wie – frag jemanden, der es kann.
Kein Stolz. Kein „ich mach das allein“.
Das ist, wie beim Auto: Wenn du keinen Mechaniker kennst, gehst du nicht in die Werkstatt – du fährst nicht.
Lele Meier
Februar 2, 2026 AT 00:49Ich hab letztes Jahr meinen Kredit abgeschlossen – 5,9 %, KfW 40k, hat super geklappt!
Der Trick: Ich hab bei Verivox „energetische Sanierung“ eingegeben – und plötzlich war der Zins 0,5 % niedriger.
Und nein, ich hab kein Eigenkapital – aber meine Schufa war top.
Leute, es ist machbar. Einfach nicht verzweifeln.
Cornelius Gulere
Februar 2, 2026 AT 00:55Hört mal zu – ich hab das alles durch, hab mit drei Banken geredet, mit drei Energieberatern, hab die KfW-Portal-Seiten auswendig gelernt, und ich sage euch: Es ist nicht schwer. Es ist nur kompliziert, weil die Systeme nicht aufeinander abgestimmt sind.
Die Banken haben ihre eigenen Formulare, die KfW hat ihre eigenen Anforderungen, die Energieberater haben ihre eigenen Vorgaben – und dann kommt noch die Stadt, die nochmal was will, und der Handwerker, der sagt, „das geht nicht so“.
Das ist kein Mangel an Wissen – das ist ein Mangel an Koordination.
Und deshalb: Macht euch nicht fertig, weil ihr denkt, ihr seid zu dumm.
Nein – das System ist schlecht gebaut.
Ich hab das letzte Jahr mit meinem Nachbarn gemacht – er ist 72, hat kein Internet, hat nur eine Handynummer – und trotzdem hat er die Förderung bekommen.
Wie? Mit Hilfe vom Bürgerbüro. Ja, das gibt’s. In fast jeder Stadt.
Geht hin. Fragt. Lasst euch helfen.
Es gibt Leute, die das jeden Tag machen. Die wissen, wie es läuft.
Und die helfen euch – wenn ihr nicht stur sagt „ich mach das allein“.
Sanierung ist keine Einzelkämpfer-Mission. Das ist eine Gemeinschaftsaufgabe.
Und wenn wir das zusammen machen, dann klappt das. Und dann wird es nicht nur billiger – sondern auch menschlicher.
christiane testa
Februar 3, 2026 AT 22:50Die KfW-Förderung ist kein Zuschuss, sondern eine subventionierte Kapitalallokation im Rahmen des nationalen Klimaschutzinstrumentariums – und die Antragsdokumentation muss den Vorgaben der DIN EN 15232 und der EnEV 2024 entsprechen.
Die Verwendungszweck-Klassifizierung „energetische Sanierung“ ist nicht optional – sie ist ein zwingender Parameter im ERP-System der KfW.
Ein Schufa-Score unter 950 ist kein Indikator für Bonität, sondern ein Risikofaktor im Modell der kreditbasierten Klimafinanzierung.
Und: Wer auf „Modernisierung“ statt „Sanierung“ tippt, reduziert den Förderanspruch systematisch um 18–22 % – das ist kein Tippfehler, das ist ein struktureller Fehler im Antragsworkflow.