Cyberrisiken bei Smart Homes: So sichern Sie Ihr vernetztes Zuhause richtig
Nov, 17 2025
Wenn Sie morgens mit der Stimme Ihr Licht einschalten, abends die Heizung per App regulieren oder über Ihre Kamera sehen, wer an der Tür steht - dann leben Sie im Smart Home. Doch was wie Komfort klingt, kann auch zur Einladung für Hacker werden. In Österreich und Deutschland sind mittlerweile fast 40 % der Haushalte mit mindestens einem vernetzten Gerät ausgestattet. Und doch bleibt die Mehrheit unvorbereitet. Die Risiken sind real: Hacker können Ihre Kamera ausspionieren, Ihre Türschlösser entriegeln oder die Heizung so manipulieren, dass Wasserrohre platzen. Ein Schaden von über 8.000 € ist kein Einzelfall.
Wie Hacker Ihr Smart Home angreifen
Die meisten Angriffe laufen nicht wie im Film - mit riesigen Rechnern und geheimen Codes. Sie laufen einfach. Ein Hacker findet Ihr Smart-Home-Gerät online, probiert das Standardpasswort aus - und schon ist er drin. Laut Kaspersky sind 72 % aller Smart-Home-Geräte mit Standardpasswörtern ausgeliefert. Und 68 % der Nutzer aktualisieren die Software nie. Das ist wie ein offenes Fenster in einem Hochhaus, das niemand schließt.Typische Angriffswege:
- Unveränderte Standardpasswörter bei Kameras, Thermostaten oder Steckdosen
- Veraltete Firmware, die bekannte Sicherheitslücken enthält
- Unsichere Router, die kein separates Netzwerk für Geräte bieten
- Phishing-Mails, die Sie dazu bringen, Ihre Zugangsdaten einzugeben
- Malware, die über Ihr WLAN von einem infizierten Smartphone auf Ihr Smart Home übergeht
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Nutzer in Salzburg hatte einen Smart-Thermostat mit dem Standardpasswort „admin123“ installiert. Ein Hacker erkannte das Gerät, änderte die Temperatur auf 30 °C - und ließ die Heizung 48 Stunden laufen. Das Ergebnis: ein Wasserschaden durch überhitze Rohre. Die Reparatur kostete 8.300 €. Die Versicherung zahlte nicht - weil der Nutzer die grundlegenden Sicherheitshinweise ignoriert hatte.
Was Ihre Hausratversicherung nicht abdeckt
Viele denken: „Ich habe eine Hausratversicherung - da ist alles abgedeckt.“ Das ist ein gefährlicher Irrtum. Die klassische Hausratversicherung schützt nur vor Feuer, Leitungswasser, Einbruch oder Sturm. Nicht aber vor Cyberangriffen. Wenn ein Hacker Ihre Kamera ausspioniert und Ihre Privatsphäre verletzt - keine Leistung. Wenn er Ihre Heizung manipuliert und Schäden verursacht - oft keine Leistung. Wenn er über Ihr System Bankdaten stiehlt - meistens keine Leistung.Erst seit 2022 beginnen einige Versicherer, spezielle Cyber-Optionen anzubieten. Die WWK Versicherung hat als erste in Deutschland klare Regelungen für Smart Homes eingeführt. Ihre Cyber-Option deckt:
- Reparaturkosten für beschädigte Geräte (z. B. durch Ransomware)
- Mehrkosten durch manipulierten Energieverbrauch (z. B. laufende Heizung)
- Kosten für Datenwiederherstellung und Identitätsdiebstahl
- Haftpflichtansprüche, wenn Ihr System andere Hacker angreift
Doch hier kommt die Fallgrube: Nur 12 % der deutschen Haushalte mit Smart Home haben diese Zusatzversicherung. Und viele Policen enthalten Schlupflöcher. Die Verbraucherzentrale Bayern warnt: „Viele Versicherungen lehnen Schadensfälle ab, wenn der Versicherte nicht die einfachsten Sicherheitsmaßnahmen befolgt hat.“ Also: Keine Passwortänderung? Keine Updates? Dann zahlt die Versicherung nicht - auch wenn Sie die teuerste Police haben.
Die 7 wichtigsten Schutzmaßnahmen - Schritt für Schritt
Sie brauchen keine IT-Experte zu sein, um Ihr Smart Home sicher zu machen. Hier ist, was wirklich zählt:- Router absichern - Der Router ist das Tor zu Ihrem Netzwerk. Stellen Sie sicher, dass er WPA3-Verschlüsselung unterstützt. Ändern Sie das Standardpasswort. Deaktivieren Sie Remote-Zugriff, wenn Sie ihn nicht brauchen. Das dauert 20-30 Minuten.
- Ein separates Netzwerk einrichten - Ihr Smartphone, Laptop und TV gehören in ein Netzwerk. Ihre Kamera, Thermostat und Steckdosen gehören in ein anderes. Viele moderne Router (wie FRITZ!Box oder Netgear) bieten „Gastnetz“ oder „IoT-Netz“ an. Aktivieren Sie es. So bleibt ein infiziertes Gerät vom Rest isoliert.
- Passwörter ändern - sofort und regelmäßig - Kein Gerät sollte mit „admin“, „123456“ oder „smarthome“ laufen. Nutzen Sie mindestens 12 Zeichen, mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Ändern Sie alle Passwörter alle 6 Monate. Nutzen Sie einen Passwort-Manager - wie Bitwarden oder 1Password.
- Updates aktivieren - Die meisten Geräte erlauben automatische Updates. Aktivieren Sie sie. Wenn nicht, prüfen Sie alle 2 Wochen manuell. Ein Update kann eine Sicherheitslücke schließen, die seit Jahren bekannt ist.
- Fernzugriff beschränken - Brauchen Sie wirklich die Kamera von Ihrem Smartphone aus, wenn Sie im Urlaub sind? Oder die Heizung von unterwegs? Deaktivieren Sie Fernzugriff, wenn er nicht nötig ist. Nutzen Sie stattdessen lokale Steuerung über Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant.
- Sichere Geräte kaufen - Bevor Sie ein Gerät kaufen, prüfen Sie: Hat es regelmäßige Updates? Hat es eine eigene Sicherheitszertifizierung (z. B. „Cyber Security Mark“ von BSI)? Vermeiden Sie No-Name-Produkte von unbekannten Herstellern. Lieber ein teureres Gerät mit Sicherheit als ein günstigeres mit Risiko.
- Multifaktor-Authentifizierung nutzen - Wenn Ihr Smart-Home-App das Angebot hat, aktivieren Sie 2-Faktor-Authentifizierung. Das bedeutet: Passwort + Code per SMS oder App. Das erhöht die Sicherheit um fast 99,9 %, wie Microsoft bestätigt hat.
Diese Schritte brauchen am Anfang 4-6 Stunden. Danach sind es 30-60 Minuten pro Monat - für mehr Sicherheit als Ihr altes Türschloss jemals bot.
Cyber-Versicherung - lohnt sich das?
Eine spezielle Cyber-Versicherung für Smart Homes kostet zwischen 3,50 € und 5,90 € pro Monat. Das ist weniger als ein Kaffee pro Woche. Aber ist es wert? Ja - wenn Sie:- Wertvolle Geräte haben (Kameras, Heizung, Alarmanlagen)
- Öfter von zu Hause aus steuern
- Angst haben, dass jemand Ihre Privatsphäre ausnutzt
Die ALH Versicherung bietet seit Anfang 2023 ein „Hausrat-Paket Cyber“ an, das für 3,50 € extra monatlich zusätzlichen Schutz gibt. Die WWK plant ab Januar 2024 eine „Smart-Home-Sicherheitsprämie“: Wer regelmäßige Updates und starke Passwörter nachweist, bekommt Rabatt. Das ist ein klares Signal: Versicherungen wollen, dass Sie sich schützen - nicht nur zahlen.
Aber Achtung: Lesen Sie die Bedingungen. Manche Policen zahlen nur, wenn Sie einen Sicherheitsrouter verwenden. Andere verlangen, dass Sie alle Geräte in einem separaten Netzwerk haben. Wenn Sie das nicht tun, ist die Versicherung wertlos - auch wenn Sie monatlich zahlen.
Was kommt in Zukunft?
Die Bundesregierung und die EU arbeiten an neuen Regeln. Bis Ende 2024 startet das BSI eine nationale Kampagne zur Sensibilisierung. Und ab 2026 könnte es gesetzlich verpflichtend sein: Jedes Smart-Home-Gerät, das in der EU verkauft wird, muss über Hardware-Sicherheitsfunktionen verfügen - also nicht nur Software-Updates, sondern echte Schutzchips im Gerät selbst. Bis 2027 sollen 92 % aller neuen Geräte diese Technik haben.Das ist gut. Aber bis dahin liegt die Verantwortung bei Ihnen. Die Zahl der Angriffe steigt. Laut BSI könnte sie bis 2025 um 140 % ansteigen. Die geschätzten versicherten Schäden liegen dann bei 287 Millionen €. Das ist kein Szenario aus einem Science-Fiction-Film. Das ist die Realität, die jetzt beginnt.
Was tun, wenn es schon passiert ist?
Wenn Sie merken, dass Ihr Smart Home kompromittiert wurde - handeln Sie schnell:- Strom ab - ziehen Sie den Stecker aller Smart-Geräte. Das stoppt den Angriff sofort.
- Router neu starten - und alle Geräte aus dem Netzwerk entfernen.
- Alle Passwörter ändern - nicht nur für das Smart Home, sondern auch für E-Mail, Bank und Social Media.
- Kontaktieren Sie Ihren Versicherer - und dokumentieren Sie alles: Screenshots, Zeitpunkte, Schadenshöhe.
- Informieren Sie die Polizei - Cyberangriffe sind Straftaten. Auch wenn es nur eine Kamera war, die gehackt wurde.
Verzweifeln Sie nicht. Viele Angriffe lassen sich rückgängig machen - wenn Sie schnell reagieren.
Kann ich mein Smart Home komplett sicher machen?
Nein - aber Sie können es so sicher machen, dass es für die meisten Hacker nicht mehr lohnenswert ist. Die Zielgruppe von Hackern sind nicht Sie - sie suchen nach den leichtesten Zielen. Wenn Sie Passwörter ändern, Updates machen und ein separates Netzwerk nutzen, sind Sie für sie unsichtbar. Sicherheit ist nicht perfekt - aber sie ist möglich.
Sind billige Smart-Home-Geräte von Amazon oder Aldi sicher?
Meistens nicht. Geräte unter 30 € haben oft keine regelmäßigen Updates, keine Sicherheitszertifizierung und Standardpasswörter, die online veröffentlicht sind. Ein billiger Smart-Thermostat kann Ihr ganzes Netzwerk gefährden. Investieren Sie in Geräte von bekannten Herstellern wie FRITZ!Box, Google Nest, Amazon (mit Echelon-Sicherheit) oder Philips Hue. Die sind teurer - aber sicherer.
Brauche ich eine spezielle Cyber-Versicherung, oder reicht meine Hausratversicherung?
Ihre Hausratversicherung deckt Schäden durch Feuer, Einbruch oder Leitungswasser - aber nicht durch Hacker. Wenn ein Hacker Ihre Heizung manipuliert und ein Rohr platzt, zahlt die Hausratversicherung - aber nur, wenn der Schaden durch technischen Defekt entstanden ist, nicht durch Cyberangriff. Das ist ein juristischer Feinunterschied. Ohne Cyber-Zusatzversicherung bleiben Sie auf den Kosten sitzen. Die meisten Versicherer lehnen solche Schäden heute ab.
Wie erkenne ich, ob mein Router sicher ist?
Prüfen Sie in den Einstellungen Ihres Routers: Ist WPA3 aktiviert? Ist das Admin-Passwort geändert? Gibt es eine Option für ein separates IoT-Netz? Ist die Firmware auf dem neuesten Stand? Wenn Sie „WPA2“ sehen - dann ist Ihr Router veraltet. Wenn Sie „Gastnetz“ nicht finden - fragen Sie den Hersteller oder wechseln Sie. Ein neuer Router mit WPA3 und IoT-Netz kostet heute unter 100 € - und ist die beste Investition für Ihr Smart Home.
Kann ich meine Smart-Home-App komplett deaktivieren?
Ja - und das ist oft die sicherste Lösung. Wenn Sie Ihre Heizung, Licht und Türschlösser nur über Sprachbefehle (Alexa, Google Assistant) oder lokale Steuerung (z. B. über einen Schalter oder Touchpanel) bedienen, brauchen Sie keine App. Keine App = kein Fernzugriff = kein Angriffspunkt. Die meisten Nutzer nutzen die App nur einmal pro Woche. Der Rest ist Komfort - nicht Notwendigkeit.
Jeff Helsen
November 19, 2025 AT 07:02Endlich mal jemand der nicht nur Angst macht, sondern auch hilft! 😊 Ich hab vor 2 Wochen meinen Router auf WPA3 umgestellt und ein separates IoT-Netz eingerichtet – war einfacher als gedacht. Jetzt schlafe ich wieder ruhig. Wer nicht weiß wie, fragt einfach – ich erklär’s gern!
Akshata Acharya
November 20, 2025 AT 16:00Ich hab auch nur die Basics gemacht – Passwörter geändert, Updates an, Router neu konfiguriert. Kein Aufwand, aber mega beruhigend. Wer das nicht macht, hat keine Ahnung, wie leicht es ist, ausgehöhlt zu werden.
Melanie Rosenboom
November 20, 2025 AT 17:24Die WWK-Versicherung ist echt der Hammer. Hab die Cyber-Option letztes Jahr dazugebucht – und als mein Thermostat letzten Monat plötzlich auf 30°C ging, hat die Versicherung alles übernommen. Kein Stress, kein Gezeter. Einfach nur: Danke, dass ihr das anbietet. Leute, das ist kein Luxus, das ist Versicherung fürs Leben.
Erika Marques
November 21, 2025 AT 19:26Ich hab das Gefühl, dass das alles nur ein Vorwand ist, um uns noch mehr zu überwachen. Wer kontrolliert eigentlich die Server, auf die diese Geräte zugreifen? Wer weiß, ob nicht auch die Versicherung oder der Router-Hersteller mitliest, was wir tun? Ich hab alle Geräte abgeklemmt. Und ja – ich lebe noch. Und ich bin frei.
Megan Bauer
November 22, 2025 AT 22:36Ich hab meinen Smart-Thermostat von Aldi gekauft – 25€, sauberer Preis. Aber jetzt hab ich Angst. Vielleicht sollte ich ihn doch wegschmeißen? Hat jemand Erfahrung mit billigen Geräten und wie man sie trotzdem sicher macht? Ich will nicht alles neu kaufen, aber ich will auch nicht gehackt werden.
Liv 🤫
November 24, 2025 AT 11:08Ich hab mir einen neuen Router gekauft – mit IoT-Netz und WPA3. Hat 89€ gekostet. Ich hab mich gefragt: Warum muss ich so viel zahlen, nur weil ich mein Licht per Sprache steuern will? Aber dann dachte ich: Wenn ich mein Haus nicht sicher machen kann, sollte ich es gar nicht erst vernetzen. Jetzt fühle ich mich sicherer als mit meinem alten Schloss.
Claudia Fischer
November 24, 2025 AT 20:35Ich hab den Artikel gelesen. Und dann hab ich meinen Smart-Home-Bereich gecheckt. 14 Geräte. 13 davon mit Standardpasswort. 12 ohne Updates seit 2 Jahren. Ich hab mich einfach hingelegt und geweint. Wer hat mir das angetan? Wer hat mir diese Dinge verkauft? Wer ist schuld?
Stefan Kreuzer
November 26, 2025 AT 04:20Die von Ihnen beschriebenen Maßnahmen sind grundsätzlich sinnvoll. Jedoch ist die Implementierung in der Praxis oft durch technische Einschränkungen, mangelnde Benutzerfreundlichkeit und unzureichende Herstellerunterstützung erschwert. Es ist nicht gerecht, den Endverbraucher allein mit der Verantwortung zu belassen, wenn die zugrundeliegende Infrastruktur nicht sicher konzipiert ist.
Christian Steier
November 26, 2025 AT 11:15Ich hab gestern meinen Router neu konfiguriert – und dabei gemerkt: Ich hab gar nicht gewusst, dass ich überhaupt ein Admin-Passwort habe. Ich dachte, das ist automatisch. Jetzt hab ich ein 16-stelliges Passwort mit Sonderzeichen. Und ich hab’s aufgeschrieben. Auf Papier. In der Schublade. Mit einem kleinen Zettel: „Nicht löschen. Nicht vergessen.“
Koen Ellender
November 27, 2025 AT 00:09Es ist interessant, wie wir Technik als Fortschritt feiern, aber gleichzeitig die Verantwortung dafür ablehnen. Wir wollen das Licht per Stimme anmachen, aber nicht die Mühe haben, ein Passwort zu ändern. Wir wollen die Sicherheit der Zukunft, aber nicht die Disziplin der Gegenwart. Ist das nicht die größte Ironie unserer Zeit? Wir bauen uns ein Palast aus Glas – und fragen uns, warum jemand durch das Fenster kommt.
Bernd Scholkemper
November 28, 2025 AT 14:11Ich hab die Cyber-Versicherung. Aber ich hab auch alle 7 Punkte umgesetzt. Weil ich weiß: Wenn ich nicht mithelfe, zahlt die Versicherung nicht. Und das ist fair. Ich will keine Entschuldigung, ich will Sicherheit. Und die kriege ich nur, wenn ich aktiv bin. Kein Wunder, dass viele Versicherer zögern – wir machen es ihnen ja auch schwer.
Konrad Witek
November 29, 2025 AT 23:29Ich hab vor 3 Monaten meinen Thermostat ausgetauscht. Der alte war von einem unbekannten Hersteller. Der neue ist von FRITZ!Box. Hat 120€ gekostet. Aber jetzt bekomme ich alle Updates automatisch. Und ich hab kein Stress mehr. Einfach kaufen. Nicht sparen. Sicherheit ist kein Luxus. Das ist Grundversorgung.
Aisling Doyle
November 30, 2025 AT 07:44MEIN KAMERA WURDE GEHACKT. ICH HAB GESCHRIEEN. ICH HAB GEWEINT. ICH HAB ALLE GERÄTE AUSGESTECKT. ICH HAB MEINEN ROUTER GELOESCHT. ICH HAB MEINE PASSWORTER GEÄNDERT. ICH HAB MEINEN VERSICHERER ANGERUFEN. ICH HAB DIE POLIZEI ANGERUFEN. ICH HAB EINEN THERAPEUTEN GEFUNDEN. ICH HAB MEIN LEBEN GEÄNDERT. ICH HAB KEINE APP MEHR. ICH HAB KEIN SMART HOME MEHR. ICH HAB EIN ZUHAUSE.
Ann-Jorunn Aune
Dezember 1, 2025 AT 10:37Ich hab gelesen, dass die EU bis 2026 Hardware-Sicherheitschips vorschreibt. Aber wer garantiert, dass die nicht auch zurückgezogen werden können? Wer kontrolliert die Hersteller? Wer hat Zugriff auf die Chips? Ich hab Angst, dass das nur eine neue Form der Kontrolle ist. Ich hab meine Geräte verkauft. Ich lebe jetzt mit manuellen Schaltern. Es ist einfacher. Es ist sicherer. Es ist menschlicher.
Franz Seguiel
Dezember 1, 2025 AT 20:53Die von Ihnen dargestellten Maßnahmen sind grundsätzlich angemessen und im Einklang mit den Empfehlungen des BSI. Es ist jedoch bemerkenswert, dass die Verantwortung für die Sicherheit eines vernetzten Systems vollständig auf den Endnutzer verlagert wird, obwohl die Hersteller die technischen Standards nicht ausreichend sicherstellen. Eine systematische Regulierung wäre notwendig, um eine echte Sicherheitskultur zu etablieren.
Ciaran McQuiston
Dezember 3, 2025 AT 01:30Ich hab das alles gelesen – und dann hab ich mir die Statistiken von BSI angesehen. 140 % Anstieg bis 2025? Das ist nicht nur ein Trend, das ist eine Lawine. Und die meisten Leute, die hier kommentieren, sind wie die Leute, die vor dem Tsunami noch Fotos machen. Ich hab meinen Router neu gekauft, alle Geräte auf ein separates Netz gelegt, 2-Faktor-Auth aktiviert, Passwörter geändert, Updates eingeschaltet – und ich hab trotzdem Angst. Warum? Weil ich weiß: Es gibt immer eine Lücke. Und wenn ich die nicht finde, findet sie jemand anders. Und dann ist es zu spät. Ich hab das Gefühl, wir sind alle nur ein paar Klicks von einem großen Chaos entfernt. Und die Leute, die uns warnen, sind die einzigen, die es wirklich verstehen. Und die meisten von uns hören nicht zu. Ich hab es getan. Und jetzt lebe ich mit einem alten Schalter. Und ich bin glücklich. Aber ich bin auch traurig. Weil ich weiß: Ich bin nicht der Einzige. Und ich bin der Einzige, der es versteht. Und das ist das Schlimmste.