Du willst Bilder an die Wand bringen, ohne dass schiefe Rahmen oder Löcher bleiben? Gut so. Mit ein paar einfachen Regeln und dem richtigen Werkzeug klappt das schnell und sauber. Hier findest du praktische Anleitungen für verschiedene Wandarten, die passende Höhe und wie du Gruppen ansprechend arrangierst.
Bevor du loslegst, lege bereit: Bleistift, Maßband, Wasserwaage, Hammer, Bohrer, Klebeband, Schraubenzieher und ggf. Dübel (Kunststoffdübel, Metal-Molly oder Schwerlastdübel). Für leichte Rahmen bis ~2 kg reichen Klebehaken oder Bildaufhänger mit Strip. Bei Glasrahmen oder großen Leinwänden: Schraube + Dübel. Bei Hohlwand (Rigips) sind Hohlraumdübel oder Kippschrauben sinnvoll. Für Beton- oder Ziegelwände nimm Schlagbohrer und passende Beton-Dübel. Und: Schutzbrille nicht vergessen, wenn du bohrst.
1. Höhe festlegen: Die optische Mitte eines Bildes liegt häufig bei 145–150 cm über dem Boden (Augenhöhe). Hängt das Bild über Möbeln wie Sofa oder Sideboard, orientiere dich an der Möbeloberkante und lass 15–20 cm Abstand zwischen Bildunterkante und Möbel.
2. Aufhänger messen: Miss den Abstand zwischen Aufhängpunkt und Rahmenoberkante. Übertrage diesen Wert von der gewünschten oberen Bildkante an der Wand nach unten und markiere den Bohrpunkt.
3. Schablone verwenden: Schneide ein Stück Papier in Bildgröße, klebe es mit Malerkrepp an die Wand und markiere die Aufhänger. So siehst du die Wirkung vorher und vermeidest Fehlbohrungen.
4. Bohren und befestigen: Für schwere Bilder immer Dübel verwenden. Bei Rigips Hohlraumdübel oder Metal-Molly; bei Beton passende Betondübel. Schraube in Dübel, hänge das Bild ein und kontrolliere mit der Wasserwaage.
5. Feineinstellung: Kleine Schräglagen kannst du durch verstellbare Aufhänger oder Filzgleiter an der Rückseite korrigieren.
Extra-Tipp: Bei Bildern mit Draht auf der Rückseite sollte der Draht im aufgehängten Zustand nicht zu locker sein — so sitzt das Bild dichter an der Wand und schwankt weniger.
Galerie-Wand planen: Lege die Anordnung zuerst auf dem Boden oder am Tisch aus. Arbeite mit einer gemeinsamen Mitte und halte den Abstand zwischen Rahmen meist bei 5–10 cm. Bei gemischten Formaten wirkt eine unsymmetrische, aber ausgewogene Anordnung oft spannender. Nutze eine Papierschablone für jedes Bild, um die beste Position an der Wand zu finden.
Sicherheit: Achte auf die maximale Belastbarkeit von Haken und Dübeln. Bei sehr schweren Objekten (>30 kg) lass die Befestigung lieber vom Profi machen. Vermeide Stromleitungen – Nutze einen Leitungssucher oder bohre dort nicht ohne Prüfung.
Mit diesen einfachen Regeln hängen deine Bilder gerade, sicher und sehen gut aus. Probier die Schablonen-Methode aus — spart Zeit und Nerven.