Maklercourtage: Was sie wirklich kostet und wie Sie sie verhandeln
Wenn Sie eine Immobilie kaufen, ist die Maklercourtage, die Vergütung, die ein Immobilienmakler für die Vermittlung erhält. Auch bekannt als Provision, ist sie ein fester Bestandteil des Kaufprozesses – aber längst nicht immer vom Käufer zu tragen. Viele glauben, der Makler arbeite für den Verkäufer – und deshalb müsse auch der Verkäufer zahlen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Seit 2020 gilt in Deutschland: Wer den Makler beauftragt, zahlt. Und das kann der Käufer sein – oder der Verkäufer. Oder beide. Die Regelung ist flexibel, aber die Kosten sind es nicht.
Die Maklergebühren, die in der Regel zwischen 3 % und 7 % des Kaufpreises liegen sind nicht festgeschrieben. Sie sind verhandelbar – und sollten es auch sein. Ein Makler, der Ihnen einen pauschalen Satz von 5,95 % nennt, ohne auf Ihre Situation einzugehen, macht keinen guten Eindruck. In manchen Bundesländern, wie Berlin oder Hamburg, ist die Courtage oft auf den Verkäufer übertragen. In anderen Regionen, etwa in Bayern oder Baden-Württemberg, wird sie häufig vom Käufer getragen. Die Kaufpreis, der endgültige Preis, den Sie für die Immobilie zahlen, ist der Ausgangspunkt für die Berechnung. Ein Haus für 400.000 € mit 6 % Courtage bedeutet 24.000 € an Kosten – das ist mehr als ein neues Auto. Und das, obwohl der Makler oft nur ein paar Termine organisiert und die Akten vorbereitet hat.
Wissen Sie, wer sonst noch Geld verlangt? Der Notar, der den Kaufvertrag beurkundet und die Eintragung ins Grundbuch vorbereitet. Seine Kosten liegen bei etwa 1,5 % bis 2 % des Kaufpreises – und die müssen Sie als Käufer tragen. Dazu kommen Grunderwerbsteuer, Grundbuchgebühren und eventuell Vermessungskosten. Die Maklercourtage ist nur ein Teil der Gesamtkosten – aber oft der größte. Wer sie nicht kennt, zahlt mehr als nötig. Und wer sie nicht verhandelt, lässt Geld auf dem Tisch liegen. Sie haben kein Recht auf einen kostenlosen Makler. Aber Sie haben das Recht, nachzufragen, warum die Provision so hoch ist, ob sie teilbar ist, und ob der Makler nicht auch mit weniger zufrieden wäre. Viele machen das nicht. Deshalb zahlen viele zu viel.
Was Sie in den folgenden Artikeln finden, sind klare Antworten auf die Fragen, die jeder Immobilienkäufer stellen sollte: Wer zahlt eigentlich die Courtage? Wie wird sie berechnet? Wann ist sie rechtswidrig? Und wie können Sie sie senken, ohne den Makler zu verlieren? Es geht nicht um Theorie. Es geht um echte Zahlen, echte Gesetze und echte Verhandlungstipps – die Ihnen helfen, nicht nur ein Haus zu kaufen, sondern auch Geld zu sparen.