Schon gewusst? Eine gute Wohnungstür schützt nicht nur vor Einbruch, sondern dämmt Schall, spart Energie und wirkt sich auf den Wohnkomfort aus. Wenn du eine neue Tür suchst, hilft dir dieser kurze Leitfaden bei den wichtigsten Entscheidungen: Material, Maße, Sicherheit und Montage.
Erst überlegen: Was soll die Tür leisten? Geht es um Einbruchschutz, Brandschutz, Schallschutz oder vor allem Optik? Für reinen Wohnungsgebrauch sind Massivholz- oder Stahlkern-Türen verbreitet. Massivholz wirkt warm und ist langlebig, Stahlkern und Mehrfachverriegelung bieten besseren Einbruchschutz. CPL- oder furnierte Türen sind preiswerter und pflegeleicht, Glastüren eignen sich nur, wenn Sichtschutz kein Thema ist.
Bei Sicherheit achte auf Widerstandsklassen (RC2/RC3) und auf ein zertifiziertes Schloss mit Mehrfachverriegelung. Für Schallschutz lohnt sich ein Blick auf die dB-Angabe: 30–35 dB sind normal, 40 dB+ bei hohen Anforderungen. Brandschutztüren brauchen immer eine Zulassung und fachgerechte Montage.
Kostenrahmen kurz und konkret: Einfache Wohnungstüren ohne Zarge beginnen bei wenigen hundert Euro, Türen mit starker Sicherheitsausstattung, Zarge und fachgerechtem Einbau können 1.000–3.000 Euro oder mehr kosten. Lass dir mehrere Angebote geben und vergleiche nicht nur Preis, sondern auch Leistung.
Vor Bestellung messen: Breite, Höhe und Stärke der Wandöffnung sowie die Anschlagrichtung (links/rechts). Standardbreiten bei Innentüren sind häufig 80/86/90 cm, Höhen liegen oft bei rund 198,5–211 cm. Die Zarge braucht zusätzliche Breite—deshalb genau messen oder vom Fachmann prüfen lassen.
Checkliste vor dem Kauf:
Beim Einbau: Achte auf saubere Anschlüsse, Dichtung gegen Zugluft und korrekte Befestigung der Zarge. Eine schlecht eingelassene Zarge ruiniert Schall- und Einbruchschutz. Wenn du keine Erfahrung hast, lohnt sich der Tischler: er misst, passt an und garantiert Funktion.
Kleiner Tipp zum Schluss: Spare nicht an der Schließtechnik. Ein gutes Schloss und fachgerechter Einbau schützen deutlich mehr als eine teure Oberfläche. Hol dir zwei bis drei Angebote, frag nach Referenzen und prüfe Lieferzeiten – besonders bei Sondermaßen oder Brandschutztüren.
Mit diesen Punkten hast du eine klare Grundlage, um die richtige Wohnungstür auszuwählen und Ärger bei Einbau und Nutzung zu vermeiden.