Notarkosten beim Immobilienkauf: Was wirklich zählt und wie Sie sparen

Beim Kauf einer Immobilie ist der Notar, ein gesetzlich verpflichteter Rechtspfleger, der Kaufverträge beglaubigt und die Rechtsicherheit im Grundstücksverkehr gewährleistet. Auch bekannt als Beglaubigungsbeamter, ist er der einzige, der einen Kaufvertrag rechtsgültig macht. Ohne ihn bleibt der Vertrag ungültig – egal wie gut er formuliert ist. Viele denken, der Notar ist nur eine Formsache. Doch er steuert den gesamten Prozess: Von der Prüfung des Grundbuchs bis zur Eintragung des neuen Eigentümers. Und dafür fallen Notarkosten, die gesetzlich festgelegten Gebühren für die Beglaubigung von Immobilienverträgen und die Eintragung im Grundbuch an – oft mehr als 2 % des Kaufpreises.

Diese Kosten bestehen aus zwei Teilen: Der Gebühr für den Kaufvertrag, die sich nach dem Kaufpreis richtet und in der Regel zwischen 1,2 % und 1,5 % liegt, und der Grunderwerbsteuer, eine Steuer, die vom Land erhoben wird und zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises beträgt – je nach Bundesland. Wer glaubt, er könne den Notar selbst wählen, um zu sparen, irrt. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass ein Notar den Vertrag beglaubigen muss – aber Sie dürfen wählen, welcher. Ein Notar in einer Kleinstadt kostet oft weniger als einer in Frankfurt oder München. Und: Einige Notare bieten Pauschalpreise an, andere berechnen nach Stundensatz. Fragt man nicht, zahlt man zu viel.

Ein weiterer häufiger Fehler: Viele kaufen eine Immobilie ohne vorher zu prüfen, ob der Kaufpreis fair ist. Ein Immobiliengutachten, eine professionelle Bewertung des Wertes einer Immobilie durch einen anerkannten Sachverständigen kostet zwischen 500 und 1.500 Euro – aber er spart Ihnen oft 10.000 Euro oder mehr. Wenn der Verkaufspreis zu hoch ist, zahlen Sie nicht nur mehr für die Immobilie, sondern auch mehr an Notarkosten und Grunderwerbsteuer. Denn beide berechnen sich am Kaufpreis. Wer hier spart, spart doppelt.

Und dann gibt es noch die Kaufpreisaufteilung, die Aufteilung des Kaufpreises in Bodenwert und Gebäudewert, die besonders bei ererbten Immobilien massive Steuervorteile bringt. Ein Haus mit altem Keller und moderner Fassade? Der Gebäudewert kann höher angesetzt werden – und das senkt die Grunderwerbsteuer, weil sie nur auf den Bodenwert angerechnet wird. Viele Erben lassen Tausende Euro liegen, weil sie das nicht wissen. Der Notar sagt es oft nicht freiwillig. Sie müssen danach fragen.

Was Sie in dieser Sammlung finden, sind klare, praktische Anleitungen zu genau diesen Themen: Wie Notarkosten wirklich berechnet werden, warum Sie nie ohne Notar unterschreiben dürfen, wie Sie die Grunderwerbsteuer senken, wann ein Immobiliengutachten sich lohnt und wie eine strategische Kaufpreisaufteilung Ihnen jährlich Tausende Euro spart. Keine Theorie. Keine Vagheiten. Nur Fakten, die Sie direkt anwenden können – bevor Sie unterschreiben.